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Samstag, 7. Februar 2026

Yahweh Sein Vorherwissen geht der Vorherbestimmung voraus


 Vorherwissen

a.) Etwas im Voraus Wissen, etwas im Vorwege Wissen

b.) Voraussage einer künftigen Entwicklung

Unser Vater Yahweh Elohim erfasst alle Zeit und alle Ewigkeit in einem Gesamtbild, nämlich, das Yahweh Seine Sicht allumfassend ist. Von Seinem himmlischen Thron aus, in den Himmels Himmeln zieht Yahweh wie ein Habicht seine Kreise sieht über sein Revier, Yahweh kann gleichzeitig sehen, einen Wolf der ein Lamm reißt, wie das Pferd an der Tränke trinkt, und wie ein Auto auf der Landstraße stehenbleibt. All das sieht Yahweh in einem Augenblick. Im Gegensatz zu uns Menschen, haben wir die Sicht eines Grashüpfers, wir sehen und springen nur einem Grashalm weit zum nächsten.

In der Sicht und Allwissenheit von Yahweh sind Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft alles gemeinsame Realitäten. Seine Sphäre ist unendlich und ewiglich. Yahweh sieht die Zukunft, als fände sie in der Gegenwart statt. So ist Er.

Jedoch greift Yahweh nicht zwingend direkt in das Geschehen zukünftiger Ereignisse ein, denn Yahweh wird niemals den freien Willen eines Menschen überschreiten und niemals verletzen. Es ist vielmehr so, das Yahweh vorausschauend sehen kann, wozu sich die Menschen entschließen werden, und daher kann Er ankündigen, dass etwas es so sein wird. Daher geht Yahweh Sein Vorherwissen der Vorherbestimmung voraus.

Dieses Grundprinzip ist von äußerster Wichtigkeit im Denken und Handeln von Yahweh zu verstehen, denn Menschen sagen oft: “Das macht Yahweh“, obgleich Seine Worte gerade das Gegenteil aussagen. Oder Menschen sagen, “das tut Yahweh nicht“, während Seine Worte uns sagen, dass Er es tut.

Beispiel:
Angenommen, wir wissen, ein Gast kommt zu Besuch und wird übernachten (Vorherwissen), dann können wir ein Zimmer vorbereiten und bezugsfertig machen (Vorherbestimmung). Wir halten den Gast nicht besessen oder zwingen ihn zu bleiben, vielmehr ist es so, dass wir es wissen, dass der Gast kommt und übernachten wird, und wir können dies unseren Nachbarn erzählen und im voraus die fürsorglichen Vorkehrungen treffen.

So auch bei Yahweh, der den Menschen nicht besessen hält oder sie zu Handlungen zwingt, das sie mit Seinem Willen übereinstimmen. Seine Vorkehrungen dienen zum Schutz und sind Fürsorge. Yahweh hat ein vollständiges Vorherwissen darüber, wie sich Menschen aus eigenen Antrieb heraus entscheiden werden, und diese Entscheidung respektiert Yahweh.

Der biblische Grundsatz: Das Yahweh Sein Vorherwissen der Vorherbestimmung vorausgeht, wurde jedoch durch die Übersetzer in ihrer Arbeit der Übersetzung vom neutestamentlichen Koine-Griechisch ins Deutsche nicht richtig gehandhabt.

Matthäus 1:22
Das ist aber alles geschehen, damit erfüllt würde, was Yahweh durch den Propheten Jesaja gesagt hat, [sagen ließ]…..

Es tritt in der Lutherbibel und in der King James Version auf, da wo die Übersetzer sich entschieden, den griechischen Ausdruck hina plērōthe mit “damit erfüllt würde“ zu übersetzen. Diese Übersetzung fügt eine unlogische voreingenommene Denkweise ein, dass Gott Menschen zwingt, bestimmte Dinge zu tun, um so eine Weissagung der Schrift zu erfüllen. Autsch!!! Woe!!

Diese Vorstellung ist so fern wie der Morgen vom Abend ist.

Diese Lehre der Religion macht Gott zu einen Puppenspieler, hält den Menschen im Schicksalsglauben gefangen und beraubt sie ihrer freien Entscheidung. Ist es nicht irgendwie teuflisch, in jeder Hinsicht?

Wenn wir den griechischen Ausdruck hina plērōthe mit “damit erfüllt würde“ so in der Lutherbibel oder King James Version lesen, dann scheint der Satz auszusagen, dass alles geschehen ist, damit die Weissagung erfüllt würde. Ist sich der Leser bewusst, zu welchen Schluss man in der Annahme kommen kann? Das es in der Angelegenheit keine Wahl gab? Das alles nur zum Zweck der Erfüllung der Weissagung geschah? Das Yahweh es erzwang, dass die Ereignisse der Geburt von Jesus mit der Weissagung übereinstimmen?

Es ist klar und deutlich, dass die Übersetzer in der Lutherausgabe 1956 und in der King James Version es vorzogen, das Wort hina #2443 in Verbindung mit dem Konjunktiv nicht anzuwenden, um ein Resultat anzuzeigen.

Das griechische Konjunktiv hina #2443 tritt häufig mit dem Konjunktiv auf, und ins Deutsche wird es gewöhnlich mit “damit“ oder “auf dass“ übersetzt. Wer schildert uns das? Seht ihr, wie wichtig die Grammatik ist? Es unterscheidet sich die griechische Grammatik von der Deutschen und die deutsche Grammatik von der Englischen.

Doch hina #2443 hat auch eine andere Anwendung* in der griechischen Grammatik.

Dana und Mantey geben folgende Erklärung ab:

“…wir finden hina #2443 in Konsekutivsätzen [Folgesätzen], wo es mit “so dass“ übersetzt werden kann, aber die Anwendung ist selten, und ist eine späte Erscheinung der koine-griechischen Sprache…“ Wir stimmen mit Abbot Smiths Aussage aus seinem Lexikon überein: “…ebenso mit der Formel, die sich auf die Erfüllung der Weissagung bezieht, hina plērōthe.

Matthäus 1:22
Das ist aber alles geschehen, mit dem Resultat, dass erfüllt wurde, was Yahweh durch den Propheten [Jesaja]gesagt hat…

Matthäus 2:15
Und er blieb dort bis zum Tod des Herodes, mit dem Resultat, dass erfüllt wurde, was Yahweh durch den Propheten [Hosea] gesagt hat, der spricht: »Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.

Johannes 13:18
Das sage ich nicht von euch allen, ich weiß, welche ich erwählt habe. Aber es muss die Schrift erfüllt werden mit dem Resultat, dass die Schrift erfüllt wurde: Der mein Brot isst, tritt mich mit Füßen.

Diese angemessene Art, hina plērōthe hier in diesen Fällen zu übersetzen und einzufügen, bringt unmissverständlich Licht und Übereinstimmung mit der Wahrheit, das Yahweh Sein Vorherwissen der Vorherbestimmung vorausgeht. Setzt Yahweh zurück in das richtige Licht und in Seine Position in Seinen Vorkehrungen zum Schutz und in der Fürsorge und als Respektierender, der die freie Willensentscheidung eines Menschen achtet.

Die Grammatiker J.H. Moulton und A.T. Robertson stimmen gleicherweise darin überein, das hina #2443 mit dem Konjunktiv eher ein Resultat als einen Zweck anzeigt.

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* Dana, H.B., und Mantey, R.: A Manual of Grammar of the Greek New Testament. Riverside, NJ.: Macmillan, 1957, Seite 248/49 und 285/86
Bisweilen wird hina #2443 in dieser Formel durch hopos #3704 ersetzt.

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